Sceye und SoftBank Corp. schließen die Demonstration der stratosphärischen Konnektivität in Japan erfolgreich ab und treiben die Kommerzialisierung von HAPS voran

03.09.2026

Die erste Mission im Rahmen des Service Test Program (Service-Testprogramm) von Sceye legt in der Stratosphäre eine Strecke von mehr als 15 000 km von New Mexico nach Japan zurück, stellt die Backhaul-Anbindung an das Kernnetz der SoftBank Corp. her und weist Direct-to-Device- und Edge-Computing-Fähigkeiten sowie HAPS-basierte Kommunikation mit Drohnen nach.

TOKIO, 3. September 2026 /PRNewswire/ -- Sceye, ein US-amerikanisches Unternehmen aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt sowie Materialwissenschaften, das sich auf High-Altitude Platform Systems (HAPS) für Telekommunikation und Echtzeit-Umweltüberwachung spezialisiert hat, gab heute den erfolgreichen transpazifischen Flug seiner Mission Service Test 1 (ST1) von New Mexico nach Japan bekannt. Nach einer Reise von mehr als 15 000 km durch die Stratosphäre in 13 Tagen demonstrierte ST1 bei seiner Ankunft über Japan mobile Breitbandkonnektivität mit unveränderten Endgeräten über das Kernnetz der SoftBank Corp. sowie HAPS-basiertes Edge-Computing und die Kommunikation mit Drohnen, um die Entwicklung eines 3D-Kommunikationsnetzwerks zu unterstützen.

Sceye's ST1 HAPS launched on August 9, 2026 from New Mexico.

ST1 wurde in Zusammenarbeit mit SoftBank Corp. (TOKIO:9434, „SoftBank"), einem führenden Anbieter von Telekommunikations- und IT-Dienstleistungen in Japan sowie weltweit, durchgeführt und markiert den ersten Flug von Sceye nach Asien sowie einen wegweisenden Meilenstein auf dem Weg zum kommerziellen Einsatz von HAPS als stratosphärische Infrastruktur.

„Dieser Flug markiert einen entscheidenden Moment für Sceye und für das kommerzielle Potenzial von HAPS", sagte Mikkel Vestergaard Frandsen, Gründer und Geschäftsführer von Sceye. „Der Flug von den USA nach Japan zeigt die Leistungsfähigkeit, die erforderlich ist, um die Stratosphäre als tragfähige Infrastrukturebene nutzbar zu machen und die Zukunft von KI, Edge-Computing sowie 6G zu verwirklichen. Gemeinsam mit SoftBank gehen wir über den reinen Nachweis der Technologie hinaus und zeigen, wie Sceye bestehende Netzwerke ergänzen und erweitern sowie dauerhafte Konnektivität in großem Maßstab gewährleisten kann."

Die Stratosphäre bietet eine ideale Ausgangslage: Sie ist der Erde nahe genug für leistungsfähige Konnektivität und Beobachtung, zugleich aber hoch genug für eine weiträumige Abdeckung. Wichtig ist, dass die Stratosphäre weltraumähnliche Bedingungen bietet, ohne dass die Kosten eines Aufenthalts im Weltraum und die Nachteile einer Umlaufbahn entstehen. Die HAPS von Sceye halten über aufeinanderfolgende Tag- und Nachtzyklen hinweg ihre Flughöhe, verbleiben in ihrem Einsatzgebiet in der Stratosphäre und funktionieren dabei wie geostationäre Satelliten, befinden sich jedoch 1800-mal näher an der Erde und verursachen nur einen Bruchteil der Kosten.

Im Jahr 2025 hat SoftBank Corp. in die HAPS-basierte stratosphärische Infrastruktur von Sceye investiert, um diese als skalierbare Lösung zur Ergänzung terrestrischer Mobilfunkmasten und Satellitenkonstellationen zu nutzen. Die strategische Partnerschaft treibt die gemeinsame Vision voran, HAPS und nicht-terrestrische Netze (NTN) als transformative Infrastruktur zu nutzen, um die Konnektivität auszubauen, die Kommunikation im Katastrophenfall zu unterstützen sowie künftige Anwendungen in den Bereichen KI, IoT, luftgestützte Kommunikation, Edge-Computing und 6G zu ermöglichen.

ST1 transportierte SceyeCELL, den ersten „Mobilfunkmast am Himmel" seiner Art, der Standardgeräte aus der Stratosphäre direkt großflächig mit mobilem Breitband versorgen soll. Im Vollbetrieb ist ein Sceye-HAPS auf eine Abdeckung ausgelegt, die etwa der von 500 terrestrischen Mobilfunkmasten entspricht. Im Rahmen der ST1-Mission demonstrierten Sceye und SoftBank mobiles Breitband aus der Stratosphäre, darunter SMS, Sprachanrufe, Internetzugang sowie Videostreaming. Die Tests umfassten auch Notrufe unter Verwendung eines für Großkatastrophen konzipierten Notfallwarnsystems sowie die Kommunikation mit Drohnen.

Die ST1-Mission von Sceye startete am 9. August 2026 um 7:00 Uhr MDT von New Mexico aus. Weitere bemerkenswerte Eckdaten der Mission:

  • In 13 Tagen mehr als 15 000 km über den Pazifik nach Japan zurückgelegt



  • Über 7 Tage lang im von Japan verwalteten Luftraum im Einsatz



  • Hielt sich über einen längeren Zeitraum ununterbrochen in seinem Einsatzgebiet auf und erreichte bei der Positionshaltung einen Radius von nur 5 km



  • Wurde in etwa 16,5 km Höhe betrieben und dabei für Telekommunikation, Kommunikation mit Drohnen sowie Notfallkommunikation eingesetzt



  • Bestätigte eine mit terrestrischen Netzen vergleichbare Kommunikationsleistung bei gleichzeitiger Verringerung von Funkinterferenzen mit bodengestützten Basisstationen



  • Mithilfe eines auf dem HAPS installierten Servers führten Sceye und SoftBank die Datenverarbeitung direkt auf der Plattform durch und erzielten dabei eine durchschnittliche Round-Trip-Reaktionszeit von 68 Millisekunden, wodurch sich die Kommunikationslatenz gegenüber der internetbasierten Cloud-Verarbeitung um mehr als 40 % verringerte. Damit wurde weltweit erstmals ein Test erfolgreich durchgeführt, bei dem ein Mobilfunkkernnetz sowie ein Webserver zur Datenverarbeitung auf einem HAPS installiert wurden, sodass die Antwortverarbeitung vollständig an Bord des HAPS erfolgen und die Ergebnisse an Smartphones zurückgesendet werden konnten.

ST1 befindet sich weiterhin im Flug und kehrt zum Zeitpunkt dieser Bekanntgabe über den Pazifik in Richtung der Vereinigten Staaten zurück.

„SoftBank hat sich zum Ziel gesetzt, eine Kommunikationsinfrastruktur der nächsten Generation aufzubauen, die den Boden, den Himmel und den Weltraum nahtlos miteinander verbindet. Die Tatsache, dass das HAPS von Sceye aus den Vereinigten Staaten nach Japan gelangte und dort im japanischen Luftraum erfolgreich die ersten Testdienste des Landes aus der Stratosphäre bereitstellte, ist ein wichtiger Schritt in Richtung der Kommerzialisierung von HAPS, wobei HAPS den Kern dieser Vision bildet", sagte Junichi Miyakawa, Präsident und Geschäftsführer von SoftBank Corp. „Durch die Kombination der von Sceye entwickelten HAPS-Flug- und Betriebstechnologien mit den Kommunikationstechnologien von SoftBank sind wir zuversichtlich, ein dreidimensionales Kommunikationsnetzwerk unter Einsatz von HAPS realisieren zu können. Künftig werden wir in Zusammenarbeit mit Sceye weiterhin eine breite Palette Technologien integrieren, darunter Kommunikations- und KI-Technologien, um HAPS zu einer neuen Form gesellschaftlicher Infrastruktur zu entwickeln."

Dieser Flug knüpft an das Endurance Program (Langzeitflugprogramm) von Sceye an, das Anfang dieses Jahres abgeschlossen wurde. Dabei legte das SE2-HAPS mehr als 10 000 km in der Stratosphäre von New Mexico bis zur Küste Brasiliens zurück und blieb dort mehrere Tage über seinem Einsatzgebiet, um seine Langzeitleistung zur Vorbereitung auf das Service Test Program zu testen, dessen erste Mission nach Japan führte.

Informationen zu Sceye

Das 2014 gegründete Unternehmen Sceye (ausgesprochen „sky") ist ein Luft- und Raumfahrtunternehmen, das sich der Weiterentwicklung der stratosphärischen Technologie verschrieben hat, um Menschen zu verbinden sowie den Planeten zu schützen. Sceye ist führend auf dem Gebiet der High-Altitude Platform Systems (HAPS) und konzentriert sich auf universelle Konnektivität, Klimaüberwachung, Management natürlicher Ressourcen und Katastrophenvorsorge.

Kontakt: press@sceye.com 

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Bundespräsident: Misstrauen in politische Ordnung wächst deutlich

08.10.2026

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen für eine eindringliche Warnung vor der Gefährdung der Demokratie genutzt. In seiner voraussichtlich letzten großen Rede zu diesem Anlass sprach er von einer angefochtenen demokratischen Ordnung und mahnte, radikale Kräfte entschieden abzuwehren. Angesichts wachsender Erfolge populistischer und extremistischer Parteien sieht Steinmeier nicht nur Freiheit und Demokratie, sondern auch die innere Einheit des Landes unter Druck.

Steinmeier verwies darauf, dass inzwischen „ein Viertel und mehr“ der Wähler mit ihrer Entscheidung deutlich machten, dass sie sich von wichtigen Grundentscheidungen der Bundesrepublik abwenden. Diese Entwicklung werde begleitet von „unerträglicher politischer Demagogie“, in der Menschen verhöhnt und bedroht würden. Die Diskreditierung demokratischer Verfahren, die Radikalisierung der Öffentlichkeit und die Diffamierung des Kompromisses seien Warnsignale, die man nicht ignorieren dürfe. Populistische Parteien aller Couleur destabilisierten die parlamentarische Demokratie, sagte er.

Deutliche Kritik übte der Bundespräsident an der Rolle der sozialen Medien. Eine „Flut der Manipulationen und der Lügen“ trage zur „schrillen Emotionalisierung“ des politischen Diskurses bei und befeuere extremistische Tendenzen. Steinmeier forderte, die demokratische Streitkultur zu verteidigen und den Kompromiss wieder als Stärke zu begreifen. Ob die Demokratie in Deutschland einer Entwicklung ähnlich der Weimarer Republik entgegengehe, sei nicht entschieden – man habe es „in der Hand“.

Zugleich erinnerte Steinmeier an die historischen Grundlagen des Feiertags. Vor 36 Jahren sei mit der deutschen Wiedervereinigung eine „tiefe Wunde“ geheilt worden, die das Land zuvor über Jahrzehnte in einem „unnatürlichen Zustand der inneren Spaltung“ gehalten habe. Der Tag der Deutschen Einheit sei Anlass, die erste friedliche Revolution für Freiheit und Demokratie in Deutschland und ihre Protagonisten im Gedächtnis zu behalten. Die Errungenschaften der Einheit dürften von aktuellen Krisen nicht überdeckt werden, mahnte Steinmeier, und rief die Bürger dazu auf, sich aktiv für die liberale Demokratie einzusetzen. Er zeigte sich überzeugt, dass diese den aktuellen Belastungen standhalten könne: „Wir sind so viel stärker, als wir glauben.“