BERLIN, 14. August 2026 /PRNewswire/ -- Canon Medical Systems GmbH und Coreline Soft unterstützen künftig gemeinsam den langfristigen Betrieb eines auf Niedrigdosis-CT (LDCT) basierenden Lungenkrebsscreenings in Lostau. Die Partnerschaft setzt auf einen ganzheitlichen, workfloworientierten Ansatz: CT-Bildgebungsinfrastruktur, KI-basierte Thorax-CT-Analysen und die digitale Prozessunterstützung werden aus einer Hand bereitgestellt. Dies geschieht zu einem entscheidenden Zeitpunkt, da Deutschland das Lungenkrebsscreening im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) maßgeblich vorantreibt.
Ein effektives Lungenkrebsscreening geht weit über die reinement Relevanz von CT-Bildern und die Erfassung von Lungenrundherden hinaus. Es umfasst die Prüfung der Teilnahmeberechtigung, die eigentliche LDCT-Untersuchung, die Erst- und ggf. Zweitbefundung sowie das anschließende Ergebnis- und Follow-up-Management inklusive Qualitätssicherung. Mit der bundesweiten Ausweitung von Screening-Programmen steigt bei deutschen Kliniken der Bedarf an integrierten Workflows, die wiederholte Untersuchungen und ein einheitliches Qualitätsmanagement auch standortübergreifend gewährleisten.
Im Rahmen der Vereinbarung stellt Canon Medical Systems eine maßgeschneiderte Bildgebungsinfrastruktur für das lokale klinische Umfeld bereit. Coreline Soft liefert die KI-gestützte Thorax-CT-Analyse sowie die passende Workflow-Software zur quantitativen Auswertung und radiologischen Befundung. Zum Leistungsumfang gehören die Lösungen AVIEW LCS Plus, AVIEW COPD und AVIEW HUB:
Seit April 2026 gilt in Deutschland der gesetzliche Rahmen für das GKV-finanzierte LDCT-Lungenkrebsscreening. In diesem neuen Marktumfeld gewinnen CAD-Software, standardisierte Befundungsabläufe und zentrale Workflow-Plattformen stark an Bedeutung. Für Krankenhäuser liegt der Schlüssel nicht mehr in isolierten CT-Geräten oder reiner KI-Software, sondern in einer voll integrierten Gesamtlösung von der Bildaufnahme bis zum Befund- und Patientenmanagement.
Hier setzt die Kooperation an: Die Kombination aus der Hardware-Expertise von Canon Medical Systems und den KI-Lösungen von Coreline Soft schafft von Tag eins an zukunftsfähige und skalierbare Screening-Workflows. Das Projekt in Lostau dient dabei als praxisnahes Referenzmodell für die bundesweite Umsetzung des Lungenkrebsscreenings.
Coreline Soft ist mit seiner AVIEW-Plattform bereits in führenden deutschen Gesundheitseinrichtungen vertreten. Aufbauend auf Referenzen an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, dem Universitätsklinikum Heidelberg und der Medizinischen Hochschule Hannover baut das Unternehmen seine KI-gestützten Workflows für den deutschen Markt kontinuierlich weiter aus.
Gemeinsam etablieren Canon Medical Systems und Coreline Soft ein nachhaltiges, skalierbares LDCT-Screening-Ökosystem, das Bildgebung, KI-Analyse, Prozesskoordination und Nachsorge nahtlos miteinander verbindet.
View original content to download multimedia:https://www.prnewswire.com/de/pressemitteilungen/canon-medical-systems-und-coreline-soft-bringen-integrierten-ct-ki-screening-workflow-nach-lostau-302851589.html
Ein nächtlicher Brand unter einer Kabelbrücke im Berliner Stadtteil Marzahn hat zentrale Leitungen des städtischen Stromnetzes beschädigt und Ermittlungen wegen Brandstiftung ausgelöst. Nach Angaben der Polizei brannten in den frühen Morgenstunden unter einer Brücke an der Boxberger Straße Altreifen und Gerümpel. Ob das Feuer gezielt gelegt wurde, ist Gegenstand laufender Ermittlungen. Einsatzkräfte der Polizei sicherten am Brandort Spuren, um Hinweise auf die Ursache und mögliche Täter zu gewinnen.
Die Feuerwehr war gegen 4.00 Uhr alarmiert worden und ging zunächst von einem kleineren Einsatz aus. Erst vor Ort zeigte sich, dass die Flammen auf unter der Brücke verlegte Stromleitungen übergegriffen hatten. Ein großflächiger Stromausfall blieb nach Angaben eines Feuerwehrsprechers zwar aus, die Leitungen wurden jedoch so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass Teile der lokalen Versorgung umgestellt werden mussten.
Nach Angaben von Henrik Beuster, Sprecher von Stromnetz Berlin, mussten 19 gewerbliche Kunden vorübergehend vom regulären Netz getrennt werden. Seit etwa 9.00 Uhr würden sie über ein Notstromaggregat versorgt, sagte Beuster. Betroffen seien zwei 110.000-Volt-Hochspannungskabel sowie mehrere Mittelspannungsleitungen mit 10.000 Volt. Reparaturarbeiten an den beschädigten Trassen seien im Gange, konkrete Angaben zur Dauer der Instandsetzung lagen zunächst nicht vor.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hält einen bloßen Zufall für unwahrscheinlich und spricht von einem möglichen gezielten Angriff auf die Infrastruktur. Die Ermittlungen zur schweren Brandstiftung liefen zwar ergebnisoffen in alle Richtungen, betonte die GdP zugleich. In der Vergangenheit war es in Berlin wiederholt zu Angriffen auf Stromtrassen gekommen, die teils umfangreiche Stromausfälle nach sich zogen und nach damaligen Erkenntnissen linksextremistischen Tätergruppen zugerechnet wurden. Die aktuellen Ermittlungen konzentrieren sich nun darauf, ob und wie der jüngste Brand in Marzahn in ein solches Muster einzuordnen ist.