Neuer Eigentümer ist Gravity Capital Hong Kong. Die Transaktion wurde bereits zum 30. Juni 2026 vollzogen und markiert zugleich das Ende der bisherigen Joint-Venture-Struktur mit dem VZB.
ZÜRICH, 11. August 2026 /PRNewswire/ -- Mit der Übernahme ihrer Tochtergesellschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten durch Gravity Capital hat sich Kingstone Capital Schweiz vollständig aus der bisherigen Joint-Venture-Struktur mit dem Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin (VZB) zurückgezogen. Die Gesellschaft hielt 70,3 Prozent der Anteile an der Grand Metropolitan Hotels B.V. in den Niederlanden und fungierte als Beteiligungsplattform der gemeinsamen Investition.

Ebenfalls zum 30. Juni 2026 sind die Direktoren der ehemaligen Grand Metropolitan Hotels Holding B.V. sowie der Aufsichtsrat zurückgetreten. Der Gesellschaft wurde die Nutzung der Namensrechte Grand Metropolitan entzogen; die Gesellschaft wird in Zukunft als Gravity Capital Hospitality firmieren.
Für die international tätige Hotelmanagement- und Markengruppe Grand Metropolitan Hotels bedeutet der Anteilseignerwechsel vor allem eines: Der Fokus richtet sich nun vollständig auf die konsequente Umsetzung der bisher verfolgten internationalen Wachstumsstrategie.
Mit der Übernahme der Kingstone Capital UAE erhält Gravity Capital mittelbar die bisherige 70,3 -prozentige Beteiligung an der Grand Metropolitan Hotels Holding B.V., der niederländischen Beteiligungsgesellschaft des ehemaligen Joint Ventures. Die Transaktion betrifft ausschliesslich diese mittelbare Beteiligung. Die Kingstone Capital Holding AG (Schweiz) bleibt unverändert strategischer Investor der Grand Metropolitan Hotels Group und wird deren internationales Wachstum entsprechend der langfristigen Strategie auch künftig ausserhalb der bisherigen Joint-Venture-Struktur verfolgen.
Gravity Capital zählt zu den international tätigen Investmentgesellschaften mit Fokus auf technologiegetriebene Unternehmen, geistiges Eigentum (IP), Softwarelösungen sowie Beteiligungen im Tourismus, Medical, Real- Estate und Hospitality-Sektor. Im Rahmen der Transaktion wurden insbesondere die Mehrheitsbeteiligungen an den Hospitality-Technologieunternehmen Genesis AI, Room Hub und Xenios übernommen. Die Gesellschaft firmiert inzwischen unter dem Namen Gravity Hospitality Holding und hat zugleich ein neues Management bestellt. Unabhängig von dieser Transaktion hat die Grand Metropolitan 1931 AG eine 100% Tochter der Kingstone Capital AG Schweiz als Inhaberin der weltweiten Markenrechte die Nutzung der Marke Grand Metropolitan Hotels für die niederländische Joint-Venture-Gesellschaft aufgekündigt. Es bleibt offen, wie die Finanzierung des Joint Ventures, welche aufgrund der Schwierigkeiten beim VZB bislang ausschließlich von der Kingstone Capital Schweiz getragen wurde, künftig zwischen den neuen Partnern geregelt wird.
„Als wir das Joint Venture gegründet haben, waren wir überzeugt, mit dem VZB einen verlässlichen und langfristigen Partner gefunden zu haben. Die Entwicklungen der vergangenen Monate haben jedoch gezeigt, dass eine Fortsetzung der Zusammenarbeit nicht mehr möglich war", erklärt Martin R. Smura, Gründer der Grand Metropolitan Hotels Group.
Nach Angaben des Unternehmens befand sich das Joint Venture über einen längeren Zeitraum in einer Patt-Situation bzw. einem „Deadlock", nachdem verschiedene Lösungsansätze zwischen den Gesellschaftern nicht umgesetzt werden konnten. Dazu gehörten unter anderem Angebote zum gegenseitigen Erwerb der jeweiligen Beteiligungen sowie Vorschläge für eine Kapitalerhöhung. Darüber hinaus konnten nach Unternehmensangaben mehrere wesentliche Beschlüsse innerhalb der Gesellschaft nicht umgesetzt werden. „Wir bedauern diese Entwicklung ausdrücklich. Unser gemeinsames Ziel war ursprünglich die langfristige Weiterentwicklung der Beteiligung. Nachdem jedoch keine tragfähige Grundlage für die weitere Zusammenarbeit mehr bestand, war eine Trennung letztlich die konsequente Lösung", ergänzt Martin R. Smura.
Mit Abschluss der Transaktion betrachtet Grand Metropolitan Hotels die Trennung von der bisherigen Joint-Venture-Struktur als abgeschlossen und konzentriert sich vollständig auf die Weiterentwicklung des internationalen Hotelmanagement- und Markengeschäfts. Die Gruppe verfolgt unverändert ihre Asset-Light-Strategie in den Bereichen Hotelmanagement, Branding, Franchise, Affiliation sowie digitale Hospitality-Lösungen. Das weitere Wachstum soll auch künftig durch Investitionen der Kingstone Capital Holding AG (Schweiz) unterstützt werden. Parallel dazu arbeitet Grand Metropolitan Hotels an der nächsten Expansionsstufe. Nach Unternehmensangaben befindet sich die Gruppe derzeit in exklusiven Verhandlungen über die Übernahme eines weiteren Unternehmens im Bereich Hotel Affiliation. Eine entsprechende Bekanntgabe wird für September 2026 erwartet.
Gravity Capital Limited ist eine international ausgerichtete Investmentgesellschaft mit Schwerpunkt auf Wachstumsfeldern wie künstlicher Intelligenz, Biotechnologie, Medical Services sowie der Entwicklung digitaler Plattformen. Im Hospitality-Sektor verbindet Gravity Capital technologische Kompetenz mit einem globalen Netzwerk, um die Weiterentwicklung, Digitalisierung und Skalierung von Marken zu unterstützen.
Über Grand Metropolitan Hotels:
Grand Metropolitan Hotels ist eine international tätige Hotelmanagement- und Markengruppe mit einem Asset-Light-Geschäftsmodell. Die Gruppe bietet Hotelinvestoren und Eigentümern Leistungen in den Bereichen Branding, Hotelmanagement, Franchise und Affiliation sowie digitale Lösungen für den Hotelbetrieb. Zum Portfolio gehören unter anderem TOP INTERNATIONAL Hotels, Voile d'Or Hotels & Resorts, Signature Hotels, Park Avenue Hotels sowie Grand Metropolitan Hotels und Private Selection Hotels und weitere Marken und Beteiligungen. Die Grand Metropolitan Hotels Group ist im Besitz der Familienholding Kingstone Capital AG Schweiz.
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Die Bildung einer neuen Landesregierung in Berlin bleibt vorerst ungewiss. Linke, Grüne und SPD konnten sich zweieinhalb Wochen nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus weiterhin nicht auf eine gemeinsame Linie im Umgang mit Antisemitismus verständigen. Nach dem dritten sogenannten Vorgespräch verließ die Spitze der drei Parteien am Mittwochnachmittag den Tagungsort ohne öffentliche Stellungnahme. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gilt eine Einigung in der Frage als zentrale Voraussetzung, um in formelle Sondierungsgespräche über eine mögliche Regierung unter Führung der Linken einzusteigen.
Bereits für Donnerstag ist ein weiteres Treffen angesetzt. Ziel ist es, in dem seit geraumer Zeit in Berlin heftig diskutierten Themenkomplex voranzukommen. Vor allem Teile der Berliner Linken stehen seit längerem wegen Positionen zu Israel, Palästina und zum Thema Antisemitismus in der Kritik. Dabei geht es insbesondere um Äußerungen einzelner Parteimitglieder, die öffentlich als antisemitisch eingestuft oder entsprechend kritisiert wurden. Ohne eine belastbare Verständigung auf gemeinsame Grundsätze wollen SPD und Grüne nach eigener Darstellung den nächsten Schritt hin zu einem möglichen Regierungsbündnis nicht gehen.
Zusätzliche Brisanz erhielt die Debatte durch eine Wahlparty der Neuköllner Linken am 20. September. Dort waren nach dpa-Informationen sowohl ein Oberhaupt eines arabischstämmigen und zum Teil kriminellen Clans als auch ein umstrittener propalästinensischer Aktivist anwesend. Letzterer soll der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) nahestehen, die von der EU als Terrororganisation eingestuft wird. Der Vorfall hat bei den potenziellen Koalitionspartnern für erhebliche Irritationen gesorgt und den Druck auf die Linke erhöht, sich klarer zu Antisemitismus, Rassismus und organisierter Kriminalität zu positionieren.
SPD und Grüne verlangen vor Beginn offizieller Sondierungen eine verbindliche Verständigung zu diesen Themenfeldern. Sondierungen sind die Vorstufe zu formalen Koalitionsverhandlungen, in denen ein Regierungsprogramm und die Ressortzuschnitte ausgehandelt würden. Ohne Konsens über den künftigen Kurs im Kampf gegen Antisemitismus und im Umgang mit problematischen Milieus in der Stadt bleibt der Weg zu einem möglichen Rot-Grün-Roten Bündnis aber blockiert. Welche Alternativen zu einem solchen Bündnis am Ende realistisch wären, ist bislang offen; entscheidend bleibt vorerst, ob die drei Parteien in der strittigen Grundsatzfrage noch zu einer gemeinsamen Linie finden.