SUZHOU, China, 1. September 2026 /PRNewswire/ -- XD THERMAL hat die Entwicklung einer integrierten, zweiseitigen Flüssigkeitskühlungsarchitektur für eine europäische Elektrobus-Plattform abgeschlossen.
Das 35,3-kWh-Batteriesystem der Plattform kombiniert flüssigkeitsgekühlte Gehäuse mit gestanzten Deckplatten, wodurch die Wärme von beiden Seiten der Batteriemodule abgeleitet werden kann. Der erste Prototyp wurde innerhalb von etwa sechs Wochen ausgeliefert, und das Design erreichte innerhalb von zwei Monaten die Serienreife.
Durch die Integration von Kühlfunktionen in das Batteriegehäuse konnten die kühlungsbezogenen Komponenten um etwa 25 % reduziert und mehrere Montageschritte vereinfacht werden. Die Konfiguration mit mehreren Schnittstellen verbesserte zudem die Wärmeverteilung im gesamten Batteriesystem und trug so zu einer längeren Lebensdauer der Lithium-Batterien bei.
Die Validierung der Dichtheit auf Systemebene stellte eine zentrale technische Herausforderung dar, da mehrere Schnittstellen, Fugen und Dichtungswege gemeinsam und nicht als separate Komponenten bewertet werden mussten. Das Team entwickelte Präzisionsvorrichtungen und führte stufenweise Luft- und Helium-Dichtheitsprüfungen durch, um die allgemeine Dichtheitsintegrität zu überprüfen und geringfügige Leckagen vor der Freigabe zu erkennen.
Eine zweite Herausforderung bestand darin, einen zuverlässigen Produktionsprozess für das multifunktionale Beschichtungssystem zu entwickeln. Unterschiedliche Oberflächen erforderten unterschiedliche Isolier- und Wärmebarriere-Materialien anstelle einer einheitlichen Beschichtung. Daher wurden maßgeschneiderte Aufhängungs- und Maskierungsmethoden entwickelt, um klare Beschichtungsgrenzen und einen gleichmäßigen Auftrag über komplexe Geometrien hinweg zu gewährleisten.

„Sobald die Kühlung Teil des Gehäuses wird, ändern sich die Konstruktionsgrenzen", sagte Xu, Technischer Direktor bei XD THERMAL. „Die Herausforderung besteht nicht mehr darin, eine Kühlplatte für sich allein zu optimieren, sondern sicherzustellen, dass die gesamte Struktur eine stabile thermische Leistung erbringt und gleichzeitig praktikabel in der Fertigung bleibt."
Die Teams für Thermik, Konstruktion, Prozess, Qualität und Fertigung arbeiteten während der gesamten Entwicklung parallel, sodass Erfahrungen aus dem Prototypenbau direkt in Konstruktions- und Prozessüberarbeitungen einfließen konnten. Die skalierbare Architektur lässt sich an verschiedene Fahrzeugplattformen, Batteriepackabmessungen und Kapazitätsanforderungen anpassen, ohne das Kühlkonzept grundlegend neu gestalten zu müssen.
Seit Anfang 2025 hat das Unternehmen seinen Geschäftsbereich für das Wärmemanagement von Nutzfahrzeugen ausgebaut, spezielle Produktionsressourcen für großformatige Batteriekühlkomponenten hinzugefügt und bis zum Jahresende die Serienreife erreicht. Diese Produktionsstätte unterstützt nun auch Programme für Elektrobusse und Schwerlastfahrzeuge über die ursprüngliche Plattform hinaus und bündelt Engineering-, Validierungs- und Produktionsressourcen in einem gemeinsamen Arbeitsablauf für Programme mit unterschiedlichen Batteriepackgrößen und strukturellen Anforderungen.
Das Unternehmen wird zudem im September dieses Jahres an der IAA TRANSPORTATION 2026 in Hannover in Halle 22, Stand C23, teilnehmen, wo Themen wie Batterieintegration, Herstellbarkeit und der Übergang vom Prototyp zur Serienproduktion mit Branchenpartnern diskutiert werden.
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Die Zahl der Demenzerkrankungen in Deutschland könnte bis 2060 deutlich ansteigen und das Versorgungssystem spürbar unter Druck setzen. Nach neuen Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) dürfte die Zahl der Betroffenen bei weiter steigender Lebenserwartung von derzeit rund 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen zunehmen. Grundlage der Berechnungen ist ein kleinräumiges Prognoseverfahren, das das Institut gemeinsam mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln entwickelt hat.
Die Analyse reicht hinunter bis auf die Ebene von 400 Kreisen und kreisfreien Städten und macht deutliche regionale Unterschiede sichtbar. Bereits 2020 lag der Anteil der Demenzkranken zwischen 1,0 Prozent in Tübingen und 2,6 Prozent in der brandenburgischen Prignitz. Für das Jahr 2060 erwarten die Forscher eine Spanne von 1,7 Prozent Demenzkranken in München bis zu 6,2 Prozent im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Besonders betroffen sind damit vor allem ländliche Regionen im Osten, die überdurchschnittlich altern.
Parallel zur wachsenden Zahl von Demenzfällen schrumpft der Pool potenzieller Pflege- und Betreuungspersonen im Erwerbsalter. Laut Studie kamen im Jahr 2020 rechnerisch noch 38 Menschen im erwerbsfähigen Alter auf einen Demenzfall. Bis 2060 dürfte dieses Verhältnis auf 21 Erwerbspersonen pro Fall sinken. Damit würden deutlich mehr Erkrankte von einer deutlich kleineren Zahl potenziell Erwerbstätiger versorgt werden müssen – mit entsprechenden Konsequenzen für Pflegeinfrastruktur, Kommunen und Sozialversicherungen.
Die Autoren der Studie betonen zugleich, dass der prognostizierte Anstieg nicht zwangsläufig ist. Nach heutigem wissenschaftlichem Stand lassen sich Demenzrisiken durch Prävention spürbar senken. Eine konsequentere Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes, der Verzicht auf Rauchen oder ein höheres Bildungsniveau könnten dazu beitragen, etwa die Hälfte der Neuerkrankungen zu vermeiden. In einem solchen Szenario würde sich die Zahl der Demenzfälle im Jahr 2060 nicht weiter erhöhen, sondern sich auf einem Niveau zwischen 1,3 und 1,5 Millionen stabilisieren. Die Spannbreite der Projektionen zeigt damit, wie stark der künftige Versorgungsdruck von heute eingeleiteten Präventionsstrategien abhängen dürfte.