Starlink Satellite-to-Mobile Service in Kasachstan gestartet

02.10.2026

ASTANA, Kasachstan, 2. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Das Ministerium für Künstliche Intelligenz und digitale Entwicklung der Republik Kasachstan, Beeline Kazakhstan, führt in Zusammenarbeit mit Starlink Mobile eine satellitengestützte Mobilfunkverbindung auf Basis der „Direct-to-Cell"-Technologie ein. Diese Technologie ermöglicht es den Nutzern, außerhalb des Versorgungsbereichs terrestrischer Mobilfunknetze mit kompatiblen Smartphones auf ausgewählte Kommunikationsdienste zuzugreifen.

Photo Credit: Beeline Kazakhstan

Die Einführung von „Starlink Mobile" ist das Ergebnis von Vereinbarungen, die während des offiziellen Besuchs von Präsident Kassym-Jomart Tokayev in den Vereinigten Staaten im Jahr 2025 getroffen wurden.

„Im Herbst 2025, während des offiziellen Besuchs von Präsident Kassym-Jomart Tokajew in den Vereinigten Staaten, erzielte Kasachstan eine Einigung über die Einführung der Satellitenverbindung „Starlink Mobile" (Direct to Cell). Heute erleben wir, wie diese Vereinbarung Wirklichkeit wird. Heute erleben wir, wie diese Vereinbarung Wirklichkeit wird. Kasachstan ist das erste Land in Zentralasien, in dem "Direct to Cell" in der Praxis getestet wurde und nun in die Phase der Nutzerbereitstellung übergeht",  sagte Zhaslan Madiyev, stellvertretender Ministerpräsident und Minister für künstliche Intelligenz und digitale Entwicklung der Republik Kasachstan.

Die Technologie ermöglicht eine direkte Verbindung zwischen einem kompatiblen Smartphone und den Starlink Mobile-Satelliten, ohne dass ein spezielles Satellitentelefon, eine externe Antenne oder zusätzliche Ausrüstung erforderlich sind. Nutzer können Nachrichten senden und empfangen sowie in Gebieten ohne terrestrische Mobilfunkabdeckung auf zugreifen, um bestimmte Apps auszuwählen. Für Kunden von Beeline Kazakhstan steht der Dienst während des Aktionszeitraums kostenlos zur Verfügung.

Für Kasachstan mit seinem riesigen Staatsgebiet ist die mobile Satellitenverbindung von besonderer Bedeutung, da sie zusätzliche Kommunikationsmöglichkeiten in schwer zugänglichen Gebieten und dort schafft, wo die terrestrische Infrastruktur beschädigt wurde.

„Beeline ist seit mehr als zwanzig Jahren in Kasachstan tätig, und während dieser gesamten Zeit haben wir konsequent in den Ausbau der Netzanbindung und in neue Technologien investiert. Kasachstan ist flächenmäßig eines der größten Länder der Welt, und die Entfernung sollte kein Hindernis für den Zugang der Menschen zu modernen Technologien darstellen. Der Ausbau der digitalen Infrastruktur ist eine langfristige Investition in die Wettbewerbsfähigkeit und die Lebensqualität des Landes, und wir sind stolz darauf, diesen entscheidenden Infrastrukturausbau unterstützen zu können",  sagte der kasachische Unternehmer und Investor der Verny Capital Group, Bulat Utemuratov.

 

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Deutsche Bischöfe beenden Beratungen zu Demokratie, Missbrauchsaufarbeitung und Laienbeteiligung

08.10.2026

Mit einem Gottesdienst und einer Abschlusspressekonferenz endet an diesem Donnerstag in Fulda die Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Unter der Leitung ihres neuen Vorsitzenden, des Münsteraner Bischofs Heiner Wilmer, haben die katholischen Bischöfe seit Montag eine Vielzahl gesellschafts- und kirchenpolitischer Themen beraten. Auf der Agenda standen Fragen der demokratischen Kultur in Deutschland, die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs, ethische Konfliktfelder wie Leihmutterschaft sowie der Umgang mit neuer Technologie wie Künstlicher Intelligenz. Hinzu kamen innerkirchliche Schwerpunkte wie die Entwicklung der Erwachsenentaufen, die Mitwirkung von Laien und der Einsatz in sozialen Medien.

Deutlich positionierten sich die Bischöfe zum politischen Klima im Land. Wilmer warnte mit Blick auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD in Sachsen-Anhalt vor einem „Paradigmenwechsel“. Die Partei stelle die Grundwerte des gesellschaftlichen Zusammenlebens infrage und wolle „ein anderes Deutschland“, sagte der Vorsitzende zum Abschluss der Beratungen. Besonders kritisch sehen die Bischöfe, dass einige Positionen der AfD aus ihrer Sicht mit dem christlichen Glauben und dem zugrunde liegenden Gottes- und Menschenbild nicht vereinbar seien.

Der DBK-Vorsitzende stellte sich demonstrativ hinter den Magdeburger Bischof Gerhard Feige und das Bistum Magdeburg, vor allem mit Blick auf Spekulationen über mögliche Folgen einer AfD-geführten Landesregierung. Diskutiert wird in diesem Zusammenhang, ob etwa der Einzug der Kirchensteuer zur Disposition stehen könnte. Die Kirche müsse „mit allem rechnen“ und stelle sich so auf, „dass wenn große Erschütterungen kommen sollten, wir gewappnet sind“, betonte Wilmer. Es dürfe nicht sein, dass ein Bistum durch politische Weichenstellungen im Nachteil sei.

Die Bischöfe sehen sich zugleich mit einem Stimmungsumschwung in Teilen ihrer eigenen Basis konfrontiert. Nach Aussage Wilm ers ist es „erschreckend“, wenn rund 30 Prozent der Katholikinnen und Katholiken in Ostdeutschland die AfD wählen, die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestuft ist. Als Antwort auf wachsenden Antisemitismus und gesellschaftliche Polarisierung verweist die Bischofskonferenz auf die jüdisch-christliche Tradition, auf Menschenwürde und Solidarität. Auftrag der Kirche sei es, mit den Menschen zu reden, ihnen zuzuhören und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Neben der politischen Lage blieb die Kirche bei der Vollversammlung auch mit eigenen Reform- und Krisenthemen befasst. Die Bischöfe berieten über weitere Schritte bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch und diskutierten, wie Laien stärker an Entscheidungsprozessen beteiligt werden können. Zudem rückten neue Handlungsfelder in den Blick: Die wachsende Bedeutung von Social Media und der Einsatz Künstlicher Intelligenz in Pastoral und Verwaltung werfen für die Kirche Fragen nach Verantwortung, Transparenz und ethischen Leitplanken auf. Die Beschlüsse und Leitlinien der Konferenz sollen in den kommenden Monaten in den Diözesen konkretisiert werden.