SYDNEY, 7. September 2026 /PRNewswire/ -- Nuix gab am 4. September die allgemeine Verfügbarkeit (GA) seiner Funktionen für generative KI (Gen AI) in Nuix Discover SaaS bekannt. Die Lösung für die juristische Prüfung und eDiscovery wird um Dokumentenzusammenfassungen, ähnliche Dokumente, semantische Suche, Clustering und Visualisierungen erweitert. Eine weitere Innovation, die nun in der Early-Adopter-Version verfügbar ist, ist AI Chat von Nuix Discover – eine dialogorientierte Schnittstelle, über die Prüfer, Rechtsanwälte und Ermittler ihre Falldaten in natürlicher Sprache abfragen und synthetisierte Antworten erhalten können, die direkt aus den Dokumentinhalten abgeleitet werden; dabei werden Verweise auf Dokumente und jede Interaktion protokolliert, um einen lückenlosen, vor Gericht verwertbaren Prüfpfad zu gewährleisten.
„Mit AI Chat können Teams ganz einfach Fragen stellen und Antworten erhalten, die auf ihren Falldaten basieren – Antworten, die fundiert und nachvollziehbar sind. Das ist der Standard, den die Rechtsbranche fordert, und genau das zeichnet Nuix aus", sagte Ilona Meyer, Executive Vice President von Nuix Discover.
Die Gen-AI-Version für Nuix Discover umfasst:
„Diese Innovationen im Bereich der generativen KI verändern die Art und Weise, wie Prüfungsteams mit Falldaten umgehen", sagte Ilona Meyer, EVP bei Nuix Discover. „Dokumentenzusammenfassungen, semantische Suche, ähnliche Dokumente und KI-basiertes Clustering sind sowohl in ECA als auch in Review integriert, sodass Teams in jeder Phase schneller arbeiten können. Bei ECA werden Fälle wesentlich schneller und genauer eingestuft als bei herkömmlichen Ansätzen, was den Teams die Sicherheit gibt, zu entscheiden, welche Fälle zur umfassenden Prüfung weitergeleitet werden sollen. Jede Erkenntnis basiert auf dem Quellenmaterial, sodass die Ergebnisse vertretbar sind."
Gemeinsam unterstützen diese Funktionen den gesamten Lebenszyklus eines Vorgangs – von der ersten ECA-Prüfung bis hin zur vollständigen Überprüfung – auf einer einheitlichen Grundlage des Dokumentenverständnisses, die vertretbar und nachprüfbar ist.
AI Chat ist ab sofort im Rahmen unseres Early-Adopter-Programms (EA) verfügbar; die allgemeine Verfügbarkeit ist für Dezember 2026 geplant. Die Funktionen der generativen KI – darunter Dokumentenzusammenfassungen, semantische Suche, ähnliche Dokumente, KI-Clustering und Visualisierungen – sind für Nuix Discover SaaS allgemein verfügbar und werden im nächsten Quartal auch in der On-Premise-Version von Nuix Discover zur Verfügung stehen. Weitere Informationen unter https://www.nuix.com/solutions/nuix-discover
Informationen zu Nuix Discover
Mit Nuix Discover können Rechts- und Ermittlungsteams ihre Daten vor Ort, in der Cloud oder in einer souveränen Umgebung speichern. Datensouveränität ist wichtig, und Nuix hat Discover entwickelt, um sie zu unterstützen. Die Plattform basiert auf der Nuix Engine, deren Schwerpunkt auf der Verarbeitungsgenauigkeit liegt, sodass Fachleute darauf vertrauen können, dass ihre Ergebnisse vollständig und umfassend sind. https://www.nuix.com/solutions/nuix-discover
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Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.
Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.
Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.
Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.
In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.