NOVÁKY, Slowakei, 3. September 2026 /PRNewswire/ -- Hyundai Mobis (KRX 012330) hat in Europa mit der Serienproduktion von PE-Systemen (Power Electric Systems), dem „Herzstück eines Elektrofahrzeugs", begonnen und verstärkt damit seine Aktivitäten auf dem europäischen Elektrifizierungsmarkt. Ein PE-System ist eine integrierte elektrische Antriebseinheit, die aus einem Elektromotor, einem Wechselrichter zur Umwandlung des elektrischen Stroms und einem Untersetzungsgetriebe besteht. Nach der Produktion von Batteriesystembaugruppen (Battery System Assemblies, BSA) in der Tschechischen Republik und in Spanien wird das Unternehmen nun auch PE-Systeme in der Slowakei in Serie produzieren und liefern. Damit schafft Hyundai Mobis eine strategische Basis, um seine Partnerschaften mit globalen Automobilherstellern beim Übergang zur Mobilität der Zukunft weiter auszubauen.
Hyundai Mobis gab bekannt, am 2. September (Ortszeit) die feierliche Eröffnung seines neuen Werks für PE-Systeme in Nováky in der Slowakei veranstaltet zu haben. Die neue Anlage in Nováky in der slowakischen Region Trenčín ist das erste Werk von Hyundai Mobis für PE-Systeme in Europa und nach den BSA-Produktionsstätten in der Tschechischen Republik und in Spanien der dritte Elektrifizierungsstandort des Unternehmens in der Region.
Unter der Leitung von Lee Gyu Suk, dem Präsidenten und CEO von Hyundai Mobis, brachte die Veranstaltung etwa 100 Teilnehmer zusammen – darunter hochrangige Vertreter der slowakischen Regierung wie der slowakische Premierminister Robert Fico, die stellvertretende Premierministerin und Wirtschaftsministerin Denisa Saková und der Gouverneur der Region Trenčín, Jaroslav Baška, sowie Vertreter der Europäischen Kommission, Kunden, wichtige Lieferanten und lokale Medien.
Das neue Werk erstreckt sich über ein Gelände von rund 106.000 Quadratmetern – was etwa 15 Fußballfeldern entspricht – und verfügt über eine Gesamtgeschossfläche von 8.500 Quadratmetern. Mit Produktionslinien für Statoren (einer Kernkomponente von Elektromotoren) sowie für Wechselrichter und weitere Komponenten verfügt die Anlage über eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 280.000 PE-Systemen. Das Unternehmen hat insgesamt rund 250 Milliarden KRW investiert, um seine Produktionskapazitäten weiter auszubauen und flexibel sowie zeitnah auf die Anforderungen seiner Kunden reagieren zu können.
Lee Gyu Suk, President von Hyundai Mobis, erklärte bei der Veranstaltung: „Um die Zukunftsvision von Hyundai Mobis zu verwirklichen, werden wir weiterhin investieren und unsere Anstrengungen darauf konzentrieren, das Werk für PE-Systeme in Nováky als zentralen Elektrifizierungsstandort in Europa zu etablieren. Mit Blick auf die Zukunft werden strategisch wichtige Modelle globaler Automobilhersteller, die mit PE-Systemen von Hyundai Mobis ausgestattet sind, eine führende Rolle auf dem europäischen Elektrifizierungsmarkt spielen."
Das neue Werk in Nováky soll als integrierter Standort dienen, der sowohl Hyundai Motor und Kia als auch globale Kunden mit wichtigen Elektrifizierungskomponenten beliefert. Hyundai Mobis verfügt über eigene Kerntechnologien und Kompetenzen für die Serienproduktion des gesamten Spektrums an Komponenten für Elektrofahrzeuge, darunter BSA- und PE-Systeme. Aufbauend auf diesen Kompetenzen betreibt das Unternehmen Elektrifizierungsstandorte an strategisch wichtigen Punkten in den wichtigsten Schlüsselregionen weltweit. Dazu gehören Ulsan, Daegu, Chungju und Pyeongtaek in Korea sowie Standorte in den Vereinigten Staaten, der Tschechischen Republik, Spanien und Indonesien.
Hyundai Mobis legt besonderen Wert auf den Aufbau strategischer Standorte und die Stärkung seiner Präsenz in Europa, da das Unternehmen das hohe Wachstumspotenzial des europäischen Marktes für Elektrofahrzeuge erkennt – dem zweitgrößten der Welt nach China. Die Errichtung eines weiteren Elektrifizierungswerks in der Slowakei, wo bedeutende globale Automobilhersteller wie Kia, Volkswagen, Stellantis und Volvo vertreten sind, ist ein strategischer Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens bei der Akquisition von Elektrifizierungsaufträgen globaler Kunden zu stärken und seine Marktpräsenz weiter auszubauen. Im Rahmen von Initiativen wie dem CEO Investor Day hat das Unternehmen wiederholt sein Ziel bekräftigt, den Umsatzanteil mit globalen Kunden bis 2033 auf 40 % zu steigern. Hyundai Mobis verfolgt weiterhin konsequent strategische Initiativen, die auf seiner Wettbewerbsfähigkeit bei Kerntechnologien aufbauen.
Medienkontakt
Choon Kee Hwang: ckhwang@mobis.com
Jihyun Han: jihyun.han@mobis.com
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Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.
Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.
Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.
Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.
In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.