ZELLIK, Belgien, 10. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Nach der offiziellen Einweihung Ende Mai hat Nippon Sanso erfolgreich eine hochmoderne, vollautomatisierte Trockeneisproduktionsanlage und CO₂-Rückgewinnung im schwedischen Köping in Betrieb genommen. Das wegweisende Projekt verbindet die Marktführerschaft von Nippon Sanso mit der innovativen Technologie von Cold Jet, um die steigende Nachfrage nach Trockeneislösungen in den Bereichen Luftfahrt, Lebensmittelindustrie, Pharma und industrielle Reinigung in den nordischen Ländern zu bedienen.
Die Anlage verfügt über eine Produktionskapazität von 2,2 Tonnen Trockeneis pro Stunde und basiert auf den schlüsselfertigen Produktionslösungen von Cold Jet. Durch die lokale Herstellung können Transportzeiten deutlich verkürzt und Kunden schneller mit frischem, hochwertigem Trockeneis versorgt werden.
Die Vorteile einer schlüsselfertigen Gesamtlösung
Nippon Sanso entschied sich bewusst für Cold Jet als Komplettanbieter, um eine vollständig integrierte Produktionslinie aus einer Hand zu erhalten. Dadurch konnten die Herausforderungen vermieden werden, die häufig mit der Beschaffung und Integration einzelner Komponenten verschiedener Hersteller verbunden sind.
"Die Zusammenarbeit mit Cold Jet war hervorragend – die Kommunikation war unkompliziert, direkt und lösungsorientiert", erklärt Stefan Persson, Process Improvement Senior Manager bei Nippon Sanso. „Wir wollten eine Komplettlösung, bei der die Technologie von Anfang an integriert ist. Gemeinsam mit Cold Jet und unserer Engineering-Abteilung haben wir eine Produktionslinie geschaffen, die sicherer, einfacher zu bedienen und in der Lage ist, Trockeneis in höchster Qualität herzustellen."
Automatisierung und moderne Produktionstechnologie
Die Anlage in Köping umfasst ein vollständig automatisiertes System für den autonomen Betrieb, darunter:
Durch die Automatisierung wiederkehrender Verpackungsprozesse werden Fehlerquellen minimiert, während sich die Mitarbeitenden stärker auf Qualitätskontrollen und Prozessüberwachung konzentrieren können.
Nachhaltigkeit durch CO₂ Rückgewinnung
Ein zentraler Bestandteil der Anlage sind die CO₂-Rückgewinnungssysteme von Cold Jet. Während bei herkömmlicher Trockeneisproduktion erhebliche Mengen CO₂ verloren gehen, wird dieses in Köping zurückgewonnen und erneut genutzt.
Zu den Vorteilen gehören:
Mehr Flexibilität für Kunden
Durch die Integration der Trockeneisproduktion in die bestehenden Gasabfüllprozesse am Standort Köping können Ressourcen effizient genutzt und die betriebliche Flexibilität erhöht werden. Produziert werden verschiedene Pelletgrößen (3 mm, 10 mm und 16 mm) sowie Trockeneisscheiben in unterschiedlichen Gewichten.
„Zuverlässigkeit und Flexibilität sind für unsere Kunden entscheidend", so Persson. „Diese Partnerschaft ermöglicht es uns, lokal zu produzieren, schnell zu skalieren und die logistischen Herausforderungen unserer Kunden effektiv zu lösen."
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Im Land Bremen beginnt nach den Sommerferien ein Pilotprojekt, das den Arbeitsalltag von Lehrkräften grundlegend verändern könnte. An neun ausgewählten Schulen erfassen die Lehrerinnen und Lehrer künftig ihre gesamte Arbeitszeit digital – weit über die bisher dokumentierten Unterrichtsstunden hinaus. Bildungsenator Mark Rackles (SPD) spricht von einem Schritt, der Schule "perspektivisch" verändern werde. Erste Auswertungen des Testlaufs werden für Ende 2027 oder Anfang 2028 erwartet.
Hintergrund ist die gewachsene Bandbreite an Aufgaben, die im bisherigen System kaum abgebildet wird. Neben Unterricht kommen Elternarbeit, Team- und Gremienarbeit, Konferenzen, Schulentwicklungsprojekte sowie Fahrten hinzu. Lehrkräfte berichten zudem von regelmäßigem Arbeiten am Abend oder am Wochenende, etwa für Vorbereitung, Korrekturen oder digitale Kommunikation mit Eltern und Schülerinnen und Schülern. Nach Ansicht des Senats soll diese Belastung künftig sichtbar und systematisch erfasst werden.
Technisch setzt Bremen auf ein digitales Tool, auf das Lehrkräfte per Smartphone oder Rechner zugreifen können. Sie tragen Datum, Uhrzeit und Art der Tätigkeit ein – zur Auswahl stehen Kategorien wie "Unterricht", "Coaching" oder "Austausch"; auch Abwesenheiten durch Krankheit oder Urlaub werden eingepflegt. Das Projekt ist auf ein gesamtes Schuljahr angelegt. In einer Einführungsphase lernen Lehrkräfte die Anwendung kennen, anschließend analysieren Projektgruppen erste Ergebnisse und suchen insbesondere mit stark belasteten Lehrkräften das Gespräch, um gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.
Politisch und arbeitsrechtlich geht es um mehr als ein Softwareprojekt. Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts von 2022 müssen alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – und damit auch Lehrkräfte – ihre Arbeitszeit erfassen. Der Bremer Testlauf soll daher grundsätzliche Fragen klären: In welchem Umfang ist Wochenendarbeit zulässig? Wie wird eine Klassenfahrt bewertet? Wie lassen sich Teilzeitmodelle, Datenschutz und Gestaltungsspielräume bei der Arbeitszeit unter einen Hut bringen? Rackles betont, das Vorhaben sei nicht nur für Bremen gedacht, sondern solle Erkenntnisse für alle Bundesländer liefern.