Autoliv verbessert die Fahrzeugsicherheit durch virtuelle Tests

08.09.2026

STOCKHOLM, 8. September 2026 /PRNewswire/ -- Autoliv, Inc. (NYSE: ALV) (SSE: ALIVsdb), der weltweit führende Anbieter von Sicherheitssystemen für die Automobilindustrie, treibt die Entwicklung virtueller Tests mithilfe seiner Human Body Model (HBM) Safety Suite („Sicherheitspaket für Menschmodelle") voran. Die Plattform wurde entwickelt, um die Entwicklung sichererer Fahrzeuge zu unterstützen. Toyota ist der erste Kunde, der die Plattform nutzt, um deren Funktionen zu evaluieren.

Human Body Model Safety Suite by Autoliv

Virtuelle Tests können zur Analyse komplexer Unfallbedingungen eingesetzt werden, die sich physisch nur schwer nachstellen lassen. Angesichts kürzerer Fahrzeugentwicklungszyklen, sich weiterentwickelnder Sicherheitsanforderungen sowie der Notwendigkeit, bereits in frühen Phasen der Fahrzeugentwicklung Erkenntnisse zu gewinnen, entwickelt sich diese Methode zu einer wichtigen Ergänzung zu physischen Crashtests in der Automobilindustrie.

Da Vorschriften und Verbraucherbewertungsprogramme zunehmend auf virtuelle Methoden setzen, unterstützt Autoliv die Automobilindustrie dabei, den sich wandelnden Anforderungen gerecht zu werden, Innovationen voranzutreiben und den Schutz für ein breiteres Spektrum an Insassen zu verbessern.

Autoliv Human Body Model Safety Suite

Die HBM Safety Suite von Autoliv ist eine integrierte virtuelle Sicherheitsplattform, die ein fortschrittliches Menschmodell für die Crashsimulation mit speziellen Softwaretools für Analyse, Visualisierung und Entscheidungsfindung kombiniert. Das Menschmodell ist eine detaillierte digitale Darstellung der menschlichen Anatomie und kann Erkenntnisse zu den Reaktionen von Insassen sowie zu möglichen Verletzungsmechanismen liefern, die mit physischen Testpuppen allein nicht gewonnen werden können.

„Virtuelle Tests spielen eine immer wichtigere Rolle bei den Bemühungen der Automobilindustrie, die Fahrzeugsicherheit zu verbessern. Die HBM Safety Suite von Autoliv liefert detaillierte Einblicke in die möglichen Reaktionen des menschlichen Körpers bei einem Unfall und hilft Ingenieuren so, die Sicherheitsleistung bereits in einer frühen Phase des Entwicklungsprozesses zu bewerten und zu optimieren. Durch die Kombination fortschrittlicher Menschmodelle mit speziellen Analyse- und Visualisierungstools können wir die Entwicklung sichererer Fahrzeuge unterstützen und zu unserer Vision ‚Saving More Lives' („Mehr Leben retten") beitragen", sagte Fabien Dumont, Technischer Leiter bei Autoliv.

Durch die Umwandlung komplexer Simulationsdaten in klare, handlungsrelevante Erkenntnisse trägt die HBM Safety Suite von Autoliv dazu bei, die Sicherheitsleistung in virtuellen Umgebungen zu bewerten und Sicherheitslösungen für eine Vielzahl unterschiedlicher Insassen zu optimieren. In Verbindung mit physischen Crashtests liefert die Plattform zusätzliche Erkenntnisse zu den Reaktionen der Insassen und den Mechanismen der Verletzungsentstehung, um die Entwicklung sichererer Fahrzeuge zu unterstützen. Gleichzeitig trägt sie dazu bei, die Entwicklungszeiten zu verkürzen und die Kosteneffizienz zu steigern.

Toyota setzt seit Kurzem die HBM Safety Suite von Autoliv ein, um deren Leistungsfähigkeit im Rahmen seiner Aktivitäten zur virtuellen Sicherheitsentwicklung zu bewerten. Autoliv plant, die Plattform im Jahr 2026 branchenweit in größerem Umfang zur Verfügung zu stellen und damit Automobilhersteller zu unterstützen, da virtuelle Tests zunehmend zu einer wichtigen Ergänzung physischer Crashtests werden.

Weitere Informationen zur HBM Safety Suite finden Sie auf HBM Safety Suite | Autoliv.

Bilder und Videos: Mediengalerie und YouTube.

Anfragen: Autoliv.com

Autoliv Logo

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Deutsche Bischöfe beenden Beratungen zu Demokratie, Missbrauchsaufarbeitung und Laienbeteiligung

08.10.2026

Mit einem Gottesdienst und einer Abschlusspressekonferenz endet an diesem Donnerstag in Fulda die Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Unter der Leitung ihres neuen Vorsitzenden, des Münsteraner Bischofs Heiner Wilmer, haben die katholischen Bischöfe seit Montag eine Vielzahl gesellschafts- und kirchenpolitischer Themen beraten. Auf der Agenda standen Fragen der demokratischen Kultur in Deutschland, die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs, ethische Konfliktfelder wie Leihmutterschaft sowie der Umgang mit neuer Technologie wie Künstlicher Intelligenz. Hinzu kamen innerkirchliche Schwerpunkte wie die Entwicklung der Erwachsenentaufen, die Mitwirkung von Laien und der Einsatz in sozialen Medien.

Deutlich positionierten sich die Bischöfe zum politischen Klima im Land. Wilmer warnte mit Blick auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD in Sachsen-Anhalt vor einem „Paradigmenwechsel“. Die Partei stelle die Grundwerte des gesellschaftlichen Zusammenlebens infrage und wolle „ein anderes Deutschland“, sagte der Vorsitzende zum Abschluss der Beratungen. Besonders kritisch sehen die Bischöfe, dass einige Positionen der AfD aus ihrer Sicht mit dem christlichen Glauben und dem zugrunde liegenden Gottes- und Menschenbild nicht vereinbar seien.

Der DBK-Vorsitzende stellte sich demonstrativ hinter den Magdeburger Bischof Gerhard Feige und das Bistum Magdeburg, vor allem mit Blick auf Spekulationen über mögliche Folgen einer AfD-geführten Landesregierung. Diskutiert wird in diesem Zusammenhang, ob etwa der Einzug der Kirchensteuer zur Disposition stehen könnte. Die Kirche müsse „mit allem rechnen“ und stelle sich so auf, „dass wenn große Erschütterungen kommen sollten, wir gewappnet sind“, betonte Wilmer. Es dürfe nicht sein, dass ein Bistum durch politische Weichenstellungen im Nachteil sei.

Die Bischöfe sehen sich zugleich mit einem Stimmungsumschwung in Teilen ihrer eigenen Basis konfrontiert. Nach Aussage Wilm ers ist es „erschreckend“, wenn rund 30 Prozent der Katholikinnen und Katholiken in Ostdeutschland die AfD wählen, die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestuft ist. Als Antwort auf wachsenden Antisemitismus und gesellschaftliche Polarisierung verweist die Bischofskonferenz auf die jüdisch-christliche Tradition, auf Menschenwürde und Solidarität. Auftrag der Kirche sei es, mit den Menschen zu reden, ihnen zuzuhören und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Neben der politischen Lage blieb die Kirche bei der Vollversammlung auch mit eigenen Reform- und Krisenthemen befasst. Die Bischöfe berieten über weitere Schritte bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch und diskutierten, wie Laien stärker an Entscheidungsprozessen beteiligt werden können. Zudem rückten neue Handlungsfelder in den Blick: Die wachsende Bedeutung von Social Media und der Einsatz Künstlicher Intelligenz in Pastoral und Verwaltung werfen für die Kirche Fragen nach Verantwortung, Transparenz und ethischen Leitplanken auf. Die Beschlüsse und Leitlinien der Konferenz sollen in den kommenden Monaten in den Diözesen konkretisiert werden.