Aignostics geht eine Partnerschaft mit dem Pancreatic Cancer Action Network ein, um die Forschung im Bereich Bauchspeicheldrüsenkrebs voranzutreiben

09.06.2026

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wird die KI-Technologie von Aignostics auf den multimodalen Datensatz von PanCAN zu Bauchspeicheldrüsenkrebs angewendet, wobei die Ergebnisse sowohl Wissenschaftlern als auch Forschern aus dem Bereich der Biowissenschaften allgemein zugänglich gemacht werden.

LOS ANGELES und BERLIN und NEW YORK, 9. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Aignostics gab heute eine neue Partnerschaft mit dem Pancreatic Cancer Action Network (PanCAN) bekannt, um räumliche Profiling-Ergebnisse für einen der bislang umfassendsten Datensätze zu Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erstellen und zu teilen.

PanCAN Logo

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wird Aignostics pathologische Bilder auf der SPARK-Datenplattform von PanCAN mithilfe von Atlas H&E-TME analysieren, der KI-gestützten Anwendung von Aignostics für eine umfassende räumliche Profilierung. Atlas H&E-TME basiert auf dem hochmodernen pathologischen Grundmodell von Aignostics und führt Gewebekontrollen, Zellklassifizierungen sowie Gewebesegmentierungen durch, wobei pro Bild über 4.500 quantitative Messwerte generiert werden. Die Ergebnisse werden einem breiten Publikum zugänglich gemacht: Wissenschaftliche Forscher können über SPARK kostenlos darauf zugreifen, ebenso wie auf molekulare, klinische und bildgebende Daten von mehr als 1.400 Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs, während Unternehmen aus dem Bereich der Biowissenschaften die Ergebnisse für kommerzielle Zwecke lizenzieren können.

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist nach wie vor eine der am schwierigsten zu behandelnden Krebsarten. Die Behandlungsergebnisse haben sich in den letzten Jahrzehnten nur geringfügig verbessert, was zum Teil darauf zurückzuführen ist, dass die stark immunsuppressive Natur der Erkrankung den Erfolg neuer Therapien eingeschränkt hat. Durch die Einbindung von Atlas H&E-TME in den umfangreichen multimodalen Datensatz von PanCAN soll die Partnerschaft Forschern leistungsstarke neue Werkzeuge an die Hand geben, um diese biologischen Vorgänge zu entschlüsseln und die Behandlungsergebnisse für Patienten zu verbessern.

„PanCAN hat mit SPARK etwas wirklich Einzigartiges geschaffen, und wir sind stolz darauf, dazu beizutragen, dass es für Forscher noch leistungsfähiger wird", sagte Viktor Matyas, CEO von Aignostics. „Die Erweiterung des Zugangs zu hochwertigen räumlichen Profiling-Daten – sei es durch Partnerschaften wie diese oder durch Initiativen wie OpenTME – ist von zentraler Bedeutung für unser Ziel, komplexe pathologische Daten in verwertbare Erkenntnisse für Patienten umzuwandeln."

„Wir setzen uns dafür ein, dass hochwertige Daten zu Bauchspeicheldrüsenkrebs für Forscher leichter zugänglich und nutzbarer werden", sagte Dr. Sudheer Doss, Chief Business Officer bei PanCAN und Head of Patient Health Data. „Diese Zusammenarbeit erweitert den SPARK-Datensatz von PanCAN um leistungsstarke KI-Tools, die komplexe Daten in biologische Erkenntnisse umwandeln, welche zur Verbesserung der Behandlungsergebnisse beitragen können. Durch die Ergänzung dieses multimodalen Datensatzes um räumliche Informationen können wir besser verstehen, wie sich Tumore entwickeln und mit ihrer Umgebung interagieren, was zu neuen Erkenntnissen über die Krankheit führen könnte."

Informationen zu Aignostics

Aignostics ist ein Unternehmen für künstliche Intelligenz, das komplexe Pathologiedaten in aussagekräftige Erkenntnisse verwandelt. Durch die Kombination von proprietärem Zugang zu multimodalen klinischen Daten, branchenführenden Technologien und strenger Wissenschaft entwickelt Aignostics erstklassige Produkte und Dienstleistungen für die nächste Generation der Präzisionsmedizin. Durch die Zusammenarbeit mit seinen Biopharma-Partnern unterstützt Aignostics die Arzneimittelforschung, translationale Forschung, klinische Studien und die Entwicklung von CDx. Atlas H&E-TME, die Self-Service-Anwendung von Aignostics zur umfassenden Profilierung der Tumormikroumgebung in H&E-Bildern mit Einzelzellauflösung, steht sowohl Biopharma-Partnern als auch akademischen Forschern zur Verfügung. Über „Atlas for Academics" bietet Aignostics „OpenTME" an, einen frei zugänglichen Datensatz mit vorberechneten räumlichen TME-Ergebnissen, sowie ein Forschungszugangsprogramm, das berechtigten akademischen Forschern die kostenlose Auswertung ihrer eigenen H&E-Objektträger ermöglicht. Aignostics wurde 2020 als Spin-off der Charité Berlin gegründet und unterhält Niederlassungen in Berlin und New York.

Weitere Informationen unter: www.aignostics.com

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Informationen zum Pancreatic Cancer Action Network

Das Pancreatic Cancer Action Network (PanCAN) ist die führende Organisation, die sich für Fortschritte im Kampf gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs einsetzt. Wir bringen die Gemeinschaft der von Bauchspeicheldrüsenkrebs Betroffenen zusammen und gehen bis an die Grenzen des Möglichen, um eine Welt zu schaffen, in der das Überleben die Regel und nicht die Ausnahme ist. PanCAN unterstützt Patienten und Pflegekräfte mit den Ressourcen und dem Wissen, die sie benötigen, um sich für die Versorgung einzusetzen, die ihnen zusteht. Wir leisten Pionierarbeit bei der Weiterentwicklung einer Strategie zur Früherkennung von Bauchspeicheldrüsenkrebs und revolutionieren die Entwicklung fortschrittlicher und personalisierter Therapien; darüber hinaus stärken und mobilisieren wir die Fachwelt im Bereich Bauchspeicheldrüsenkrebs, um bessere Behandlungsergebnisse für alle zu gewährleisten, die heute mit Bauchspeicheldrüsenkrebs konfrontiert sind, sowie für alle, die morgen gegen diese Krankheit kämpfen werden.

Weitere Informationen oder Zugang zu SPARK erhalten Sie unter https://pancan.org/spark/data-access-request, oder per E-Mail an spark@pancan.org

Für Medienanfragen wenden Sie sich bitte an:

Lisa Zheng, lisa.zheng@aignostics.com 

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Streit um unbegrenzte Datentarife: Oberverwaltungsgericht kassiert Kölner Urteil

15.06.2026

Im Streit um die Behandlung sogenannter Heavy User im Mobilfunk hat das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) die Bundesnetzagentur vorläufig in die Schranken gewiesen. Die Bonner Aufsichtsbehörde hatte einem bundesweit tätigen Mobilfunkanbieter untersagt, Kunden mit unbegrenztem oder sehr großem Datenvolumen bei überlasteten Funkzellen mit geringerer Priorität zu bedienen. Diese Form der sogenannten Depriorisierung darf nach der einstweiligen OVG-Entscheidung vorerst weiter angewendet werden. Der Beschluss im Eilverfahren ist nicht anfechtbar.

Nach Auffassung des 13. Senats ist derzeit offen, ob die entsprechende Vertragsklausel des Anbieters mit europäischem Recht vereinbar ist. Im Kern geht es um die Frage, ob eine nachrangige Behandlung von Vielnutzern eine nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung von Kunden darstellt. Bevor in der Hauptsache entschieden wird, will das OVG Münster den Europäischen Gerichtshof (EuGH) um eine Vorabentscheidung bitten. Damit wird der Konflikt um Datenpriorisierung und Netzmanagement auf die europäische Ebene verlagert.

Gegenstand des Verfahrens ist insbesondere, ob der Datentransport datenintensiver Anwendungen wie hochauflösendem Videostreaming während einer Netzüberlastung eingeschränkt oder verlangsamt werden darf. Der betroffene Mobilfunkanbieter sieht dies in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen vor, um Kapazitäten in ausgelasteten Funkzellen zu steuern. Die Bundesnetzagentur hatte angeordnet, dass diese Klausel nicht umgesetzt werden darf und damit faktisch einen Riegel vor entsprechende Maßnahmen gegen Heavy User geschoben.

In der Vorinstanz hatte sich die Bundesnetzagentur noch durchgesetzt: Das Verwaltungsgericht Köln hatte die Position der Behörde bestätigt. Das OVG änderte diese Entscheidung nun (Az. 13 B 1232/25) und gab dem Anbieter im Eilverfahren Recht. Mit der geplanten Vorlage an den EuGH dürfte der Fall Signalwirkung für die Auslegung europäischer Vorgaben zur Gleichbehandlung von Internetverkehr und zu den Spielräumen der Netzbetreiber beim Umgang mit stark belasteten Mobilfunkzellen entfalten.